Fast 40 Jahre traditionelle Flaschengärung bei Sauerweins

Ein kleiner Rückblick auf fast 40 Jahre traditionelle Flaschengärung bei Sauerweins

Erwin Sauerwein erkannte recht früh wie gut die typische Rebsorte der Südlichen Mosel, der Elbling, als Sektgrundwein geeignet ist. 1983 müsste der erste Sektjahrgang aus dem Hause Sauerwein gewesen sein. Seitdem wurde viel experimentiert und Erfahrungen gesammelt. Angefangen hat Erwin Sauerwein mit traditioneller Flaschengärung, zeitweise wurde mit dem günstigeren Tankgärverfahren versektet. Das Tankgärverfahren überzeugte uns qualitativ allerdings weniger, daher konzentrieren wir uns seit mehr als 20 Jahren auf die traditionelle Flaschengärung. 

Hierbei wird der Grundwein im auf die Ernte folgenden Frühjahr mit der Fülldosage aus Zucker und Hefe in Sektflaschen gefüllt und mit einem Kronkorken verschlossen. In diesen Flaschen durchläuft der Rohsekt seine zweite Gärung und Reifezeit. Die bei dieser Gärung entstehende Kohlensäure verbleibt in der Flasche, der Druck steigt an.

Die zweite Gärung ist in der Regel innerhalb weniger Wochen abgeschlossen, die folgende Reifezeit auf der Hefe beträgt bei klassischer Flaschengärung mindestens 9 Monate, oft auch länger. Ein gerade erst vergorener Sekt ist roh, die Perlen geradezu grob. Erst durch die monatelange Reifung auf der Hefe bindet sich die Kohlensäure perfekt ein. Je länger der Rohsekt auf der Hefe reift, desto feinperliger wird er.

Um die Hefe aus den Flaschen zu bekommen wird diese „abgerüttelt“. Von Hand werden alle Flaschen einzeln „auf die Spitze“ gestellt. Die Hefe rutscht herab, sammelt sich im Kronkorken. Jetzt kann der Sekt „degorgiert“ werden. Dazu wird der Hefepfropfen vereist. Wird der Kronkorken jetzt entfernt, so schießt der Eispfropfen mit der Hefe heraus. Nach dem Auffüllen mit der Versanddosage und dem Verschließen mit Sektkorken und dem Drahtbügel, der Agraffe, ist der Sekt fertig zum Genuß.

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